Checkliste für neue Mitbewohner

Bevor Sie Ihren Tiger nach Hause holen, sollten folgende
Dinge angeschafft werden:

- Futter (ein kleines Starterset erhalten Sie von uns!)           
- Futternäpfe
- Wassernapf
- Katzenklo und Katzenstreu
- Kratzstellen (Kratzbäume oder ähnliches)
- Körbchen
- Fellbürste
- Spielzeug
- Und natürlich einen Transportkorb


Eingewöhnen in die neue Umgebung

Bitte denken Sie daran, dass Ihr Zuhause für Ihre Schmusekatze eine komplett neue Welt ist, an die es sich erst zu gewöhnen gilt. Denn für das Tier ist jetzt alles anders: es ist weg von der Mama, weg von den Geschwistern, weg von den bisherigen Bezugspersonen und raus aus der gewohnten Umgebung. Von daher ist es nur natürlich, dass sie sich bei Ihnen angekommen erst einmal mit der neuen Situation abfinden muss und lernen muss, dass es ihr auch bei Ihnen gut geht.

Meistens wird erst einmal ein Versteck aufgesucht – lassen Sie das zu! Stellen Sie Katzenklo und Futternäpfe jetzt nicht möglichst in die Nähe der Katze, sondern an den Platz, an dem Sie die Utensilien auch später stehen haben möchten. Sonst muss die Katze sich sofort noch einmal umgewöhnen.

Jetzt heißt es, dem Stubentiger Zeit zu geben: seien Sie nicht aufdringlich und erwarten Sie nicht, dass Sie zu Hause ankommen und gleich einen neuen Schmusetiger mit sich auf der Couch liegen haben. Die Katze braucht eine Weile um sich einzugewöhnen. Dies kann in ein paar Stunden getan sein, kann aber ebenso einige Tage und bei älteren Tieren gar bis zu einem halben Jahr dauern. Von daher schenken Sie Ihrem Liebling am besten mindestens ein langes Wochenende oder gar ein paar Tage.
Haben Sie das Gefühl, die Katze zu viel allein zu lassen, weil Sie wie gewohnt Ihrer Arbeit nachgehen, so lassen Sie einfach leise ein Radio laufen; am besten mit Klassischer Musik. Sie vermittelt der Katze nicht allein zu sein.

Und machen Sie sich auch keine Gedanken bezüglich des Futters: Ihre Katze wird fressen und Wasser trinken, es kann nur sein, dass sie es noch nicht gleich vor Ihren Augen tun möchte. Lassen Sie also das Futter sowie das Wasser stehen!
Seien Sie nicht enttäuscht, wenn Ihr neuer Schmusetiger anfänglich ein bisschen schüchtern wirkt. Ihre Katze wird schon früh genug neugierig, aber erst muss sie zur Ruhe kommen. Die Umgebung wird sie wahrscheinlich erst erkunden, wenn sie alleine im Zimmer ist.

Sollte Ihre Katze später einen Garten zur Verfügung haben, so lassen Sie sie trotzdem in den ersten Wochen nicht raus. Erst wenn sie sich an die neue Umgebung gewöhnt hat und weiß, wo sie hin gehört, ist sie bereit für einen Ausflug im Freien.

Tipps zur Katzenerziehung

Wie erzieht man eine Katze?

Die Menschen von Ihnen, die Kinder haben, wissen auch, wie man Katzen erzieht.
Das Wichtigste ist, bereits bei den Jungtieren durchzugreifen, da es mit wachsendem Alter schwieriger (wenn nicht sogar unmöglich wird) Ihrem Vierbeiner Dinge wieder abzuerziehen.

Dennoch ist es erstaunlich, wie wenig Mühe es kostet, einer Katze gewisse Spielregeln beizubringen.

Positives Verhalten sollte (wie bei allen anderen Tieren auch) belohnt werden durch eine positive Reaktion. So wird dieses Verhalten wiederholt. Ein Verhalten, das ignoriert wird oder gar eine negative Reaktion nach sich zieht, wird wahrscheinlich nicht wiederholt werden.

Dabei darf nicht vergessen werden, dass Katzen ihren eigenen Kopf besitzen. Im Gegensatz zu Hunden kann man Katzen mit Leckerbissen oder Belohnungen schwer dazu bringen Kunststückchen zu erlernen, Dinge zu holen oder ähnliches. Aber sehr lernfähig sind sie trotzdem!

Katzen hören ebenfalls auf ihren Namen
Dazu sollten Sie den Namen der Katze zu Beginn einfach mit angenehmen Erfahrungen, wie füttern, streicheln oder ähnlichem in Verbindung bringen. Beim Füttern und Schmusen sprechen Sie Ihren Stubentiger also beim Namen an – nicht, wenn Sie schimpfen!

Grenzen ziehen
Kleine Grenzen sind gänzlich in Ordnung – auch in der Natur lernen Katzen Grenzen kennen. Bei konsequentem „Nein“- Sagen oder kurzem Händeklatschen lernt das Kätzchen, dass es an einigen Orten nichts zu suchen hat. Am wirksamsten ist jedoch die kleine Wasserspritze. Katzen hassen Wasser; sitzen sie also auf einem Tisch, auf dem sie nichts zu suchen haben, „Nein“-Sagen und klatschen reicht nicht aus, dann greifen Sie zur Wasserspritze und Ihr Tier wird in Windeseile den Tisch räumen und schon nach wenigen Malen Ihr "Nein" mit der Wasserspritze assoziieren und akzeptieren.

Kratzbäume und Spieltrieb
Es liegt in der Natur der Katze zu kratzen, zu jagen, zu klettern. Sie lieben es, auf Erhöhungen zu sitzen und auch, an Möbeln zu kratzen. Wenn Ihre Katze dies macht, sagen Sie ihr deutlich „Nein!“ und bringen Sie sie zum Kratzbaum. Schenken Sie ihr großes Lob, wenn dann der Kratzbaum zwischen genommen wird. Und je mehr Sie mit Ihrem Stubentiger spielen, desto weniger werden die Möbel leiden, denn auch beim Spielen entlädt das Kätzchen seine Jagdlust!

Schlagen Sie Ihre Katze niemals!
Egal aus welchen Gründen, und wie sehr die Katze sich in Ihren Augen daneben benimmt: schlagen Sie Ihre Katze NIEMALS! Sie verletzen Ihr Tier hiermit nicht nur körperlich sondern auch ihre Würde, da Sie in den Augen der Katze Ihre übergeordnete Stellung ausnutzen. Dies verletzt die Katze und kann zu großen Schwierigkeiten im Umgang mit Ihnen führen. Und eine psychisch kranke Katze wird auch körperlich nicht lange gesund bleiben.

Lieber ein Nasenstupser
Nutzen Sie lieber einen kleinen Nasenstupser, wie ihn die Katzenmutter ihren Babys gibt, aber tun Sie dies vorsichtig, bedacht und nur mit einem Finger. Sollte das Problem öfter vorkommen, so greifen Sie zur Wasserspritze – das wird sie sich mit Sicherheit merken.

Konsequenz – das A und O!
Seien Sie bei Erlauben und Nicht-Erlauben bitte immer konsequent und achten Sie darauf, dass auch Ihre Familienmitglieder oder Mitbewohner am selben Strang ziehen.

Plötzliche Unsauberkeit
Wenn Ihre Katze plötzlich unsauber wird, ist das immer ein „SOS“: jemand fehlt ihr, jemand ist dazu gekommen oder es wird umgebaut… Dies führt bei Ihrer Katze zu innerer Unruhe. Jetzt heißt es für Sie, nicht zu schimpfen, da das die Katze bloß noch mehr verunsichert und Unsauberkeit verstärkt. Stattdessen reinigen Sie die Stelle und schenken Sie Ihrer Katze besondere Aufmerksamkeit!